Reisetipps für Indonesia

Das Jahr 2019 neigt sich dem Ende und ich muss sagen, es war ein absolut aufregendes Jahr. Eines der Highlights war definitiv meine Indonesienreise im Sommer. 3,5 Wochen Abenteuer, Sonne, Strand, gutes Essen, Tempelanlagen und Erinnerungen, die ich nie vergessen möchte. Ich habe bereits einiges zu der Reise hier auf meinem Blog geteilt (klickt hier, um zu den Beiträgen zu gelangen), heute möchte ich aber einige Tipps mit euch teilen, die mir sehr auf der Reise geholfen haben bzw. Tipps, die ich persönlich gern vorher gewusst hätte.

In Indonesien läuft alles viel einfacher und auch wenn es anfangs kompliziert / unmöglich wirkt, irgendwie klappt es doch. Als das Taxi einmal mitten im Nirgendwo liegen geblieben ist, dachte ich mir schon, das kann ja etwas werden. Zum Glück nahm uns ein privater Taxifahrer mit und auch wenn es nicht gerade billig war, bin ich doch immer noch überrascht, wie schnell sich die verzwickte Lage wieder aufgelöst hatte. Mein erster Tipp für eine Reise nach Indonesien (eigentlich für das Reisen generell) ist es, Ruhe zu bewahren. Egal wie gut man plant, es wird etwas schief gehen. Damit umgehen zu lernen, ist eine der wohl größten Herausforderungen, aber irgendwann fängt man an darüber zu lachen.

Holt euch eine Sim-Karte. Anfangs war der Plan, den Urlaub komplett ohne Internetverbindung zu verbringen und nur in Cafés und in der Unterkunft, wo es Wlan gab das Handy zu nutzen. Diesen Plan verwarfen mein Freund und ich etwa 5h nachdem wir in Indonesien gelandet waren. Warum? Gerade in Indonesien ist vieles sehr viel leichter mit einer Internetverbindung. Viele können kein Englisch, wodurch wir manchmal auf Google Translate zurückgreifen mussten. Besonders wichtig war die Internetverbindung aber, um mit den Verleihern der Mopeds oder unseren Vermietern zu kommunizieren. Gerade aber um sich eine Mitfahrgelegenheit zu organisieren, ist eine Internetverbindung immens wichtig.

Apropos Transport: Hier kann ich euch die App Grab sehr empfehlen. Ihr könnt darüber ein einen Fahrer buchen, der euch dann am gewünschten Ort abholt und hinbringt, wo ihr wollt. Preis und Ziel ist bereits vorher ausgemacht, weswegen man sich mühselige Verhandlungen spart. Wer wirklich auf das Geld achten möchte, der kann auch einen Mopedfahrer organisieren. Diese Mopedfahrten sind wesentlich billiger als eine Autofahrt, jedoch muss ich zugeben, dass ich ein etwas mulmiges Gefühl im Bauch hatte, als ich mich auf das Moped setzte, da die Einheimischen doch etwas … sagen wir anders fahren. Aber traut euch, sie fahren zwar schnell und für einen (wie mich) nicht gerade versierten Mopedfahrer etwas unvorsichtig, aber sie schauen wirklich, dass nichts passiert und am Ende macht es auch großen Spaß.

Wo ich anfangs auch etwas skeptisch war, betraf das Essen. Ich bin eigentlich nicht sehr heikel, aber halt doch Vegetarierin und hatte etwas Sorge, dass die Essensauswahl deswegen eher beschränkt bzw. sich die Suche als schwierig gestalten würde. Falls wer eine Reise nach Indonesien plant und ähnliche Gedanken hat, kann ich euch beruhigen. Das Essen war wirklich nie ein Problem. Für Vegetarier und Veganer ist Bali ein absolutes Paradies – vermutlich kennt ihr die gehypten Cafés auf Instagram – sagen wir so, sie sind definitiv nicht umsonst so bekannt. Allerdings muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass sie auch um einiges teurer sind, als das Essen in Indonesien sonst. Für europäische Verhältnis ist eine Smoothie Bowl um 7€ aber immer noch sehr günstig (klickt hier, um zum Food Diary in Bali zu gelangen, dort teile ich meine persönlichen Highlights mit euch). Wer auch hier mehr auf das Geld schauen möchte, der findet aber auch in den klassischen Warungs eine mehr als ausreichende Auswahl an Köstlichkeiten. Auch an fleischlosen Optionen mangelt es hier nicht und es gibt meist mehrere Sorten von Tofu und Tempeh, Gemüse. Mit einer ordentlichen Portion Reis wird man auch satt und ungesund ist es auch nicht. Allerdings sind die Portionsgrößen etwas klein, weswegen wir zu zweit doch manchmal 3-4 Gerichte bestellt haben. Bei einem Essen für ca. 2€ ist das aber auch kein Problem.

Wie für die Sonnenaufgangstour auf den Vulkan Bromo oder die Tempeltour zu Borobadur und Prambanan haben wir über unsere Unterkunft eine Tour gebucht. Ich weiß nicht, ob es wirklich so viel günstiger war, wie sie es uns verkauft haben, aber trotzdem war es nicht gerade teuer, wir wurden von unserer Unterkunft abgeholt, unser Guide hat uns noch einige zusätzliche schöne Plätze gezeigt, uns Reisetipps gegeben und auch für Verpflegung gesorgt. Natürlich kann man auch zu diesen Orten allein fahren, aber gerade mit einem Local ist vieles einfacher, bequemer und oft sieht man mehr, als man vielleicht allein entdecken würde.

Früh aufstehen. Für alle die gern Reisefotos machen, die Touristenmassen meiden und die Orte für sich genießen wollen, denen kann ich nur empfehlen wirklich in der Früh aufzustehen und zu den einzelnen Spots zu fahren. 8-9 Uhr reicht jedoch vollkommen. Später jedoch, vor allem im Laufe des nachmittags kann es wirklich extrem voll werden und oft verlieren die Orte dadurch etwas an Magie.

Zum Thema Unterkunft kann ich euch nur raten (gerade, wenn ihr eine Rundreise plant), nicht alles im voraus zu buchen. Wir haben beispielsweise nur die ersten zwei Unterkünfte (in Jakarta und Yogyakarta) im Voraus gebucht. Dadurch waren wir sehr spontan, was den Rest der Reise anging und konnten so unsere Pläne unseren Wünschen jederzeit anpassen. Preislich findet ihr in Indonesien alles. Von einem Schlafsaal für 5€ bis zu einer Nacht in einem Luxusresort um 1000€. Wir haben uns eher am unteren Ende orientiert und meist 15-20€ pro Nacht (für zwei Personen aber) ausgegeben. Wir hatten wirklich nie Pech mit den Unterkünften, aber uns war es vor allem wichtig eine saubere, zentrale Unterkunft zu haben, da wir sowieso meist von früh bis spät unterwegs waren. Eine Unterkunft möchte ich hierbei aber erwähnen: Das Canggu Nudel Room & Café. Dort gibt es zum einen kleine und feine Appartements, aber auch Bambushütten. Wir haben beides probiert und gerade die Erfahrung in einer Bambushütte zu schlafen und draußen in der Nacht die Tiere zu hören (keine Angst, die Hütte ist gut verschlossen), möchte ich nicht missen.

Redet, geht auf die Leute zu und seid offen, wenn sie euch ansprechen. Uns ist es öfters passiert, dass Locals uns angesprochen und gefragt haben woher wir kommen. Ehe wir es uns versahen, waren wir dann in ein Gespräch entwickelt. Wir bekamen dadurch einige Tipps für unsere Reise, einige Fakten über das Land und die Leute und das ein oder andere mal zeigte man uns auch einen besonderen Ort, den wir sonst nicht entdeckt hätten, wie eine tolle Aussichtsplattform oder eine Galerie. Gerade in fremden Ländern hat man oft eine große Hemmschwelle, aber wer hier Mut und Vertrauen beweist, der wird belohnt werden.

Ein weiterer Tipp, der wohl auch für alle Reisen und das Leben allgemein gilt, ist Balance. Ja, man hat vermutlich nicht so viel Zeit und man möchte so viel wie möglich sehen, aber gönnt euch auch Ruhe. Genießt den Moment und lasst die fremde Kultur auch auf euch wirken. Das heißt ja nicht, dass man den ganzen Tag am Strand liegen muss (vielleicht sind einige hier auch so wie ich, die sich damit sowieso schwer tun), aber ein paar Stunden einfach nur die Wellen beobachten oder nach dem Essen etwas länger sitzen bleiben, tut Körper, Geist und Seele gut. Außerdem bin ich der festen Überzeugung, dass man sonst leicht die kleinen, aber schönen Momente übersieht, wenn man nur immer auf Go, Go, Go schaltet. Wie steht ihr dazu und wie handhabt ihr das in euren Urlauben?

Ich hoffe, euch hat dieser Beitrag gefallen. Wenn ihr selbst schon einmal in Indonesien wart, dann teilt gern eure Erfahrungen und Tipps in den Kommentaren. Ich bin gespannt, auf eure Berichte. Außerdem ist auch endlich das Reisevideo von Indonesien fertig, es würde mich freuen, wenn ihr es anschaut und lasst gerne eine Bewertung da.
Lots of Love & Light,
your Wonderlustgiirl

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