Travel Guide Indonesia II: Bali

Dreieinhalb Wochen Indonesien – meine bisher größte, aufregendste und wohl beste Reise. Die meiste Zeit verbrachte ich auf Bali und so sehr ich mich auch auf die Zeit gefreut habe, war ich dennoch skeptisch. Würde es dort von Touristen nur so wimmeln? Konnte es wirklich so schön und unglaublich sein, wie es auf Social Media angepriesen wird? Ja, das kann es und in diesem Beitrag möchte ich mit euch teilen, warum es so unglaublich war und welche Highlights die Zeit dort so besonders gemacht haben. Etwas weniger als zwei Wochen waren für Bali eingeplant und das Ziel war es, das Beste aus dieser Zeit herauszuholen und so viel wie möglich zu sehen und zu erleben. Ich kann nur sagen: Mission completed!

Anreise von Malang nach Canggu

Da wir zuvor einige Tage auf der Insel Java verbrachten und nicht schon wieder fliegen wollten, wählten mein Freund und ich den umweltfreundlicheren Weg und fuhren mit dem Bus von Malang 10h nach Canguu. Wichtig bei einer Busfahrt in Indonesien ist, dass ihr das Ticket zuvor online kaufen müsst! Es gibt verschiedene Anbieter und verschiedene Klassen, aber auch die Economy Klasse hat ausreichend Beinfreiheit und der Bus ist, egal mit welchem Anbieter klimatisiert. Alles in allem ließ sich die Fahrt also wirklich gut aushalten.

Canggu

Angenommen in Canggu bezogen wir als erstes unsere Unterkunft: Eine Bambushütte (den Link zur Unterkunft findet ihr hier). Canggu hat mir wirklich sehr gut gefallen. Besonders die Strände kann ich euch empfehlen. Wer es gern ruhig hat, der sollte zum Beach Nyanyi fahren. Als wir nachmittags dort waren, hatten wir den Strand beinahe völlig für uns, abgesehen von zwei Fischern. Er eignet sich besonders für lange Strandspaziergänge, Picknicks und um in die Wellen zur Abkühlung zu hüpfen.

Canggu bietet aber auch einige der schönsten Surfstrände Balis. Wir waren beim Batu Bolong Beach, der sowohl für uns Anfänger, als auch für Fortgeschrittene perfekt ist. Seit Jahren steht Surfen auf Bali auf meiner Lebensliste und wow, es war wirklich eine der besten Erfahrungen dieses Urlaubs. Ich kann zwar nicht surfen, aber nach 1h auf einem ausgeliehenen Surfboard gelang es mir zumindest stehend im Weißwasser zu surfen.

An Sehenswürdigkeiten hat Canggu nicht so viel zu bieten, trotzdem möchte ich hier den Tempel Tanah Lot nicht unerwähnt lassen. Er war zwar touristischer als ich es erwartet hatte, trotzdem war es eine unglaubliche Erfahrung von dort aus den Sonnenuntergang zu genießen.

In Canggu lassen sich auch einige richtig tolle Geschäfte für eine kleine Shoppingtour finden. Also nehmt euch ruhig die Zeit und genießt das herrliche Angebot von Schmuck, Kleidung und anderen Souvenirs.

Auf eine Aktivität hatte ich mich in Canggu aber auch sehr bereits im vorhinein gefreut: ein Besuch im legendären Crossfitstudio Wanderlust (klickt hier, um zu ihrer Instagram Seite zu gelangen). Ihr könnt dort ein Tages- oder eine mehrtägige Mitgliedschaft abschließen, um an den Kursen teilzunehmen oder das Open Gym zu nutzen. Ich muss sagen, dass mir das Studio extrem gut gefallen hat und ich es hinterher fast schade finde, dass wir nur einmal dort waren.

Ubud

Nach Canguu ging es mit einem Fahrer, den wir über die Taxiapp Bluebird gebucht hatten, nach Ubud, ins Herz von Bali. Von diesem Ort habe ich mir viel erwartet, wird er doch gerade auf Social Media sehr als einen Ort der Heilung und der inneren Balance gefeiert. Und eines kann ich euch versprechen, Ubud hat mich nicht enttäuscht. Zu allererst sahen wir uns in Ubud den Monkey Forest an; etwas, worauf ich mich schon seit Beginn der Reise gefreut hatte. Aber Achtung: die Affen scheuen nicht davor zurück, auf die Menschen zu springen und wir konnten auch beobachten, wie sie immer wieder anderen Besuchern etwas wegnahmen. Also packt am Besten eure Wertsachen ein; gerade Sonnenbrillen, Kameras und Kettchen sind beliebte Beute.

Wenn ihr in Ubud seit, dann schaut euch auch die berühmten Reisterrassen Tegalalang an. Es war so magisch, dort durchzuspazieren und das satte Grün zu bestaunen. Ich empfehle euch aber frühmorgens dort zu sein, da es sonst einfach sehr voll mit Touristen werden kann.

Weiter im Norden Balis (über 1h mit dem Roller) ist der Baksi Tempel- einer der wichtigsten Tempel für die Hindus. Seit aber gewarnt: Sie werden euch zu Beginn eine Führung aufschwatzen wollen, die jedoch nicht nötig ist, um die Tempelanlage zu betreten (auch wenn die Einheimischen das behaupten).

In der Nähe Ubuds waren wir noch bei zwar sehr bekannten Wasserfällen. Als wir zum Tukad Cepung Wasserfall fuhren, machten wir allerdings den Fehler, dass wir erst nachmittags dort waren. Es war doch sehr überfüllt, wodurch wir die Zeit dort nicht so genießen konnten, wie wir es uns vorgestellt hatten. Trotzdem war es toll, da der Wasserfall sich am Ende eines kleinen Canyons befindet und in einer Art Höhle ist. Mein liebster Wasserfall war aber definitiv der Kampo Lampo Wasserfall. Nicht nur, weil wir um acht Uhr morgens bereits dort waren und so den Wasserfall für uns hatten, sondern auch weil er unglaublich beeindruckend ist, da das Wasserfall nicht in einem Bach nach unten strömt, sondern sich über eine Steinwand sozusagen verteilt. Bei beiden Wasserfällen aber auf keinen Fall die Schwimmsachen vergessen!

Aber was wäre ein Aufenthalt in Ubud (das Mekka der Yogis) ohne eine Yogastunde im berühmten Yoga Barn. Wahnsinn, fällt mir dazu nur ein. Wir hatten uns nach langem hin und her für einen klassischen Morning Flow entschieden und in diesen 90 Minuten konnte ich so gut mich entspannen, die Eindrücke der bisherigen Reise verarbeiten und mich so richtig im Jetzt fallen lassen. Im Yoga Barn werden alle möglichen Yoga Arten angeboten und ich muss sagen, dass ich sehr gern dort einfach eine Woche leben (der Yoga Barn bietet auch Unterkünfte an) und mich durch ihren Kursplan durchprobieren möchte.

Munduk

Nach nur vier Tagen mussten wir uns auch schon von Ubud verabschieden und es ging weiter in den Norden Balis, wo wir ein Homestay in Munduk gebucht hatten. Wenn ihr, wie wir, nicht viel Zeit im Norden habt, empfehle ich euch in Munduk oder Git Git eine Unterkunft zu suchen, da ihr so am nächsten bei den Wasserfällen und Tempeln seit. Generell ist alles weniger touristisch. Zu sehen gibt es aber doch einiges:

Frühmorgens solltet ihr auf jeden Fall zum Pura Unun Danun Tempel, der wirklich schön am Wasser liegt und wohl durch Instagram einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht hat, aufbrechen. Die GitGit Twin Waterfalls und der Bertingkat Wasserfall liegen sehr nah beieinander und beide sind perfekt, um sich auch mal auszuruhen und die Natur zu genießen. Vor allem ist dies gut möglich, weil nicht viele Menschen (auch am Nachmittag) zumindest bei uns dort waren. Auch der Munduk Wasserfall ist wirklich schön und für alle die sich dort ein wenig erholen wollen, kann ich euch das Eco Café I empfehlen, da ihr dort einen phänomenalen Blick auf den Wasserfall habt.

Uluwatu

Unser letzter Stopp war ganz im Süden Balis, in Uluwatu. Und auch wenn es dort nicht all zu viel anzuschauen gibt, finde ich Uluwatu ein unglaublich schönes Fleckchen von Bali, das auf jeden Fall auf jede Bucketlist gehört.

Besonders die unglaublichen Sonnenuntergänge, die man von dort aus genießen kann, haben es mir angetan. Gerade der Suluban Beach und die Karang Boma Klippen eignen sich dafür perfekt. Bei Suluban Beach findet ihr auch einige der bekanntesten Beach Club´s Balis, wie der Single Fin und das Uluwatu Haus. Beide etwas teuer, jedoch gibt es auch einen Pool und die Anlage ist wirklich schön mit idealen Blick auf das Meer.

Falls wer in Uluwatu surfen will, der sollte dies bei Padang Padang Beach tun, der sich besonders für Anfänger und leicht Fortgeschrittene eignet. Aber Achtung, hier kann es oftmals auch recht voll werden, da viele Surfschulen dort ihre Stunden abholen. Für die Besseren von euch, habe ich mir sagen lassen, dass sich der Suluban Beach sehr gut eignet. Besonders für eine Sonnenuntergangs-Surf-Session.

Wenn es auch ans Meer zieht, aber nicht gerade zu den Surfern sich zählt, der sollte zu Melasti Beach fahren. Der Strand dort ist wirklich sauber und toll von Klippen umgeben gelegen. Außerdem sind dort nicht allzu viele Menschen und man kann dort toll schwimmen gehen oder es sich am Strand gemütlich machen.

Eine weitere, wenn auch schräge Sehenswürdigkeit, um es mal so zu nennen, ist ein verlassenes Flugzeit, das in einem Loch neben der Straße “geparkt” ist. Ich habe bis jetzt leider nicht herausfinden könne, woher dieses Flugzeug kommt und warum es dort steht. Man kommt auch leider nicht zu dem Flugzeug hin, sondern kann nur am Rand des Lochs stehen. Falls ihr es euch trotzdem ansehen wollt, findet ihr die genaue Stelle am Besten, wenn ihr bei Google Maps Boeing 737-200 PK RII eingebt oder einen Local nach dem Weg fragt.

Ich hoffe sehr, euch hat dieser kleine Bali Guide gefallen. Falls ihr auch nach Indonesien fahrt, aber auch eine andere Insel sehen wollt, klickt hier, um zu meinem Beitrag über die Insel Java zu kommen. Lasst mich gerne wissen, ob ihr schon einmal auf Bali wart und was eure Eindrücke von der Insel sind.
Lots of Love & Light,
your Wonderlustgiirl

One thought on “Travel Guide Indonesia II: Bali

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s