Travel Guide Indonesien I: Java

Dreieinhalb Wochen Indonesien. Die Rucksäcke sind gepackt, in unserem Kopf nur eine ungefähre Route, denn unser Herz ruft nach Abenteuer; es zieht uns in die Ferne. Was werden wir wohl erleben? Wie wird es sein, mal so ganz ohne fixen Plan zu reisen? Wie wird es sein, in eine komplett neue Welt einzutauchen? (-Auszug aus meinem Tagebuch, am Tag vor der Abreise).

Indonesien, speziell Bali, steht schon sehr lange an der Spitze meiner Bucketlist und wenn mich jemand vor einem Jahr gefragt hätte, dann wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass ich dreieinhalb Wochen ohne fixe Route durch dieses Land reisen werde. Selbst jetzt – wieder zu Hause – kann ich es noch kaum glauben.
Dieser Blogbeitrag wird sich um die Anreise und unsere Zeit auf Java in Yogyakarta und Malang drehen. Die gesamte Reise in einen Beitrag zu packen, wäre einfach zu viel, weswegen es über die Erlebnisse auf Bali und Nusa Penida eigene Beiträge geben. Also seit gespannt.

Anreise

Am 5. August ging es von Innsbruck mit dem Flixbus nach München und von dortaus mit Qatar Airways über Doha (mit einem 8h Aufenthalt) nach Jakarta. Insgesamt waren wir 23h unterwegs. Doch Jakarta war noch nicht unser erstes Ziel: Nach einer kurzen Nacht im Ibis Budget Flughafenhotel ging es am nächsten Tag weiter Yogyakarta. Falls ihr auch in Jakarta nur einen Zwischenstop einlegt, achtet bei eurem Anschlussflug auf jeden Fall auf den richtigen Flughafen. Es gibt nämlich zwei und wie der Teufel es so will, waren wir zuerst natürlich am falschen und mussten innerhalb von 50min ans andere Ende der Stadt. Aber nochmal alles gut gegangen.

Yogyakarta

In Yogyakarta schliefen wir im Kratons Homestay, das zwar etwas außerhalb vom Zentrum liegt, aber wegen der lieben Besitzer und dem schönen Garten sehr zu empfehlen ist.

Während einem Aufenthalt in Yogyakarta ist der Sultans Palast und die angrenzende Batic Art School, das Watercastle und die unterirdische Moschee absolut zu empfehlen. Macht allerdings nicht denselben Fehler wie wir und geht nachmittags dort hin, da es dort von Touristen etwas überlaufen ist. Wenn ihr beim Watercastle seid, dann plant auch eine Erfrischung im Watercastle Cafè ein. Dort ist es richtig nett zu sitzen, die Smoothies werden frisch zubereitet und sind wirklich gut und es is perfekt um sich nach einer anstrengenden Besichtigungstour kurz zu erholen.

Wir haben über unsere Unterkunft auch eine Morgentour zu den Tempeln Borobadur und Prambanan gebucht. Erkundigt euch generell in Indonesien was Touren angeht oft über eure Vermieter oder versucht mit Menschen ins Gespräch zu kommen – oft kennen sie jemanden und man bekommt einen günstigeren Preis. Gerade der erste Tempel, Borobadur, gefiel mir besonders gut, es waren kaum Menschen da und die gesamte Anlage ist wirklich beeindruckend.

Essen waren wir meist nur in einfachen Warungs (kleine Restaurants am Straßenrand). Auch als Vegetarier/Veganer wird man dort fündig. Manchmal mussten wir zwar Google Translate zur Hilfe nehmen (wichtig waren Phrasen wie: “kein Fleisch / Fisch”, “nur Gemüse”). Am besten bestellt ihr Nasi Goreng und gebt ihnen zu verstehen, dass ihr das ganze nur mit Gemüse möchtet und oftmals haben sie auch Tempeh oder Tofu (auf indonesisch “Tahu”), das ihr euch dazu bestellen könnt.
Ein Restaurant hatten wir uns jedoch rausgesucht und war definitiv eines unserer Food-Highlights im Urlaub: bei Milos Vegetarian wird jeder (Fleischesser oder nicht) fündig. Das Restaurant liegt in einem Hinterhof, fern von jeglichem Straßenlärm und der gesamte Garten ist mit Lichtern ausgeleuchtet. Es gibt dort Tische mit Stühlen, aber auch niedrige Tische, von wo aus man am Boden sitzend essen kann. Ihr dürft auf jeden Fall das Restaurant nicht verlassen ohne den Frozen Brownie mit veganem Zimteis probiert zu haben.

Malang

Mit dem Zug ging es nach drei Tagen weiter nach Malang. Wenn ihr auch mit dem Zug in Indonesien fahren wollt, müsst ihr euch das Ticket online zuvor kaufen und 1h vor Abfahrr am Schalter abholen. Generell ist Zugfahren auf Java sehr angenehm. Die Sitze sind bequem, und falls mqn will kann man auch Essen im Waggon kaufen. Für Vegetarier/Veganer und für diejenigen, die aufs Geld mehr schauen wollen, empfehle ich jedoch euch vorher etwas zu essen zu kaufen.

In Malang hatten wir zwei Unterkünfte: einmal ein RedDoorz in der Nähe vom Bahnhof und einmal ein Zimmer im Airy Room im Richie Hotel. Beide Unterkünfte waren wirklich schön und für den Preis (weniger als 10€ für ein Doppelzimmer pro Nacht) mehr als ausreichend.

In Malang müsst ihr euch definitiv das Rainbow Village ansehen. Man zahlt zwar Eintritt, wenn man die bunte Siedlung besichtigen will, das Geld wird jedoch für den Wiederaufbau und die Erhaltung verwendet. Man darf aber, wie ich finde, nicht vergessen, dass es trotzdem eine Wohnsiedlung ist und man deswegen gerade was Fotos angeht, rücksichtsvoll umgehen sollte.

Etwas außerhalb von Malang ist Goa Pinus -ein Pinienwald in dem mehrere Aussichtsplattformen für Fotos gebaut ist. Es ist schön für einen Spaziergang und für Foto natürlich toll, wenn man aber wenig Zeit hat, würde Goa Pinus am ehesten wohl streichen. In der Nähe liegt jedoch der Coban Rondo Wasserfall und dieser ist ein absolutes Highlight. Sehr friedlich gelegen mit vielen Affen rundherum. Im Eintrittspreis ist auch noch das Labyrinth das gleich in der Nähe ist enthalten.

Eines meiner absolut schönsten Erfahrungen in meinem Leben durfte ich während dem Aufenthalt in Malang erleben: Der Sonnenaufgang über dem Vulkan Bromo. Nach nur 2h Schlaf wurden wir um Mitternacht von unserem Guide, den wir über die Unterkunft gebucht hatten, abgeholt und zum Sunrise Viewpoint I gefahren. Dort bekamen wir zum Wärmen erstmal Kaffee und Tee und leckere frittierte Bananen und Tempeh. Unser Guide hat uns den wohl besten Spot gezeigt, von dem man den Sonnenaufgang erleben konnte, ohne auch nur einen Touristen vor sich zu haben: dafür müsst ihr nur dirkt vor dem Geländer, wo die anderen Touristen sind, 1m nach unten hüpfen und es euch dort gemütlich machen und auf den Sonnenaufgang warten. Zieht auf jeden Fall warme Kleidung an, da man schon etwa 2h in der Kälte warten muss. Aber glaubt mir, es ist definitiv das Warten wert.
In unserer Tour war auch noch ein Stopp beim Bromo Krater dabei. Ein tolles Erlebnis am Rand eines Kraters zu stehen. Ein Tipp aber: Nehmt auf jeden Fall ein Halstuch als Mundschutz mit, da es dort extrem staubig ist!
Am Ende unsrer Tour hielten wir noch beim Wasserfall Coban Pelangi (der erste und einer der beeindruckendsten Wasserfälle dieser Reise).

Nach Malang ging es auch schon mit dem Bus weiter nach Bali. Unsere Erlebnisse dort werde ich aber im nächsten Beitrag mit euch teilen. Ich hoffe, euch hat dieser Beitrag gefallen. Lasst mich gerne in den Kommentaren wissen, ob ihr schon einmal in Indonesien wart oder eine Reise dorthin plant? Falls letzteres der Fall ist kann ich euch nur empfehlen auch einen Stop auf Java einzuplanen, da es dort so viel schönes zu sehen gibt und es mir im Vergleich zu Bali oftmals noch nicht so sehr vom Tourismus beeinflusst vorkam.

Lots of Love and Light,
your Wonderlustgiirl

2 thoughts on “Travel Guide Indonesien I: Java

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s