Erste Solo-Wanderung

Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr etwas schon so lange einmal probieren wollt, aber euch irgendwie nicht traut? Und das obwohl so viele andere es als Selbstverständlichkeit ansehen und für die es keine große Sache ist? Tja, so ging es mir es mit dem allein wandern gehen.

Fragt mich nicht warum, aber allein wandern zu gehen, hat mir immer so großen Respekt eingeflößt, obwohl ich viele kennen, die das beinahe täglich tun und auch Weitwanderwege allein bestreiten. Irgendwie war ich auf diesen Mut immer etwas neidisch. Vor allem aber verstand ich meine eigene Angst diesbezüglich nicht. Und genau aus diesem Grund habe ich mir für diesen Sommer vorgenommen, mich der Angst zu stellen und endlich habe ich das Projekt nun in die Tat umgesetzt:

Frühmorgens um 20 nach 5 klingelte der Wecke und nach einer Tasse Kaffee ging es auch schon los. Den Rucksack hatte ich zum Glück am Vortag bereits gepackt, denn so verschlafen wie ich war, hätte ich bestimmt einiges vergessen. Mit dem Bus (Linie J) ging es von Innsbruck erstmal nach Igls bis zur Endhaltestelle, von wo aus ich auf den Innsbrucker Hausberg, den Patscherkofel, wanderte. Der Weg ist wirklich sehr angenehm und überhaupt nicht schwer zu gehen. Er ist an manchen Stellen etwas steiler, aber auf jeden Fall für jeden bezwingbar. Nach nur 2h 15min kam ich oben an, wo ich mit einem phänomenalen Blick über Innsbruck erstmal mein Frühstück genoss, ehe ich mich wieder auf dn Heimweg auf machte.

Meine größten Bedenken bezüglich des allein Wanderns war wirklich das Allein sein. Die Vorstellung 4-5h nur mit mir ohne Ablenkung beschäftigt zu sein, ängstigte mich. Welche Gedanken würden auf kommen? Will ich wirklich so allein mit mir selbst sein? Halte ich das aus? Deswegen hatte ich mir im vorhinein auf Spotify verschiedenste Podcast-Folgen heruntergeladen, um mehr als fünf Stunden beschäftigt zu sein (klickt hier, um zu meinen Podcast-Favoriten zu kommen). Aber wisst ihr was? Ich habe keine einzige angehört. Anfangs wollte ich ganz bewusst keine hören, sondern es einfach mal versuchen, mich komplett auf das Wandererlebnis einzulassen. Und es war so angenehm, einfach die Stille zu genießen und die Natur auf mich einwirken zu lassen. Vielleicht kennt ihr das bei der Meditation, dass man die Gedanken ruhig kommen, sie aber einfach weiterziehen lassen soll. Genau dies durfte ich während der Wanderung erleben und ich bin unglaublich dankbar für diese meditative Erfahrung.

Wart ihr schon einmal allein wandern? Wenn ja, was sind so eure Erfahrungen damit? Mir tat es auf jeden Fall sehr gut und ich bin so happy, mich endlich getraut zu haben und eines habe ich mir selbst versprochen: Das war nicht die letzte Wanderung allein!
Lots of Love & Light,
your Wonderlustgiirl

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